Handelsware Mensch:
Menschenhandel im 21. Jahrhundert


Menschenhandel – das klingt nach einem Relikt aus vergangenen Tagen. Tatsächlich scheint das Geschäft mit der Handelsware Mensch nach aktuellen Untersuchungen mehr denn je zu boomen.

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Besonders ausgeprägt ist der Handel mit Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern.

 

Jährlich werden im Windschatten der Globalisierung mehr als 2,4 Millionen Menschen wie Ware gehandelt, müssen die schlimmsten Formen wirtschaftlicher Ausbeutung erfahren und brutalste Verletzungen ihrer Menschenrechte hinnehmen. Die Gewinne aus dem Menschenhandel werden weltweit auf 32 Milliarden US-Dollar geschätzt – jährlich. Menschenhandel ist ein industrialisiertes Verbrechen, eine globale oft übersehene Tragödie, die heute jeden Kontinent und die meisten Länder dieser Erde betrifft. In 400 Jahren transatlantischem Sklavenhandel wurden etwa zwölf Millionen Afrikaner als Sklaven unter schlimmsten Bedingungen nach Amerika verschifft. Weniger bekannt ist jedoch, dass in den vergangenen 30 Jahren allein in Südostasien 30 Millionen Kinder und Frauen Opfer von Menschenhändlern wurden. Fakt ist: Menschenhandel ist kein neues Phänomen, aber ein Problem, welches Ausmaße annimmt, die uns vergessen lassen, dass wir im 21. Jahrhundert leben. Menschenhandel ist eine Summe von Menschenrechtsverletzung und verletzt unveräußerliche Rechte wie das Recht auf Leben, Freiheit, Gleichheit, Würde und Sicherheit, Nicht-Diskriminierung, Gesundheit und alle Rechte, die den Arbeitsschutz betreffen. Die Opfer, oft schwer traumatisiert von physisch und psychisch erlittenen Qualen, sind mit ihren Erlebnissen häufig für den Rest ihres Lebens gezeichnet – auch wenn sie dem Sklavenhandel und der Ausbeutungssituation entkommen konnten. Menschenhandel heute – Ein Überblick Seit Mitte der neunziger Jahre hat sich der weltweite Menschenhandel (»human trafficking«) mehr als vervierfacht und galt im Jahr 2005 nach einer Untersuchung von Europol als das Verbrechen mit der höchsten Zuwachsrate. Die Gewinne aus dem Menschenhandel werden von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) auf bis zu 32 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt. Das Geschäft mit der Handelsware Mensch gilt als drittwichtigste (im Sinne von Gewinnen) kriminelle Einkommensquelle nach dem Drogen- und Waffenhandel. Ob Arbeits- oder Sexsklaven, Menschen zur Organentnahme, zur Heirat oder Adoption: Wer zahlt, dem wird geliefert. Menschenhandel betrifft Menschen jeden Alters, jeden Geschlechts und nahezu jeder ethnischer Herkunft. Weltweit werden jährlich mehr als 2,4 Millionen Menschen wie Güter gehandelt. Nach Untersuchungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind Frauen und Kinder am häufigsten betroffen.

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